Spröde Materialien weisen in der Regel keine erkennbaren Streckgrenzen und möglicherweise auch keine wesentliche Streckung vor einem Bruch auf, der bei echten Versagensspannungen von weniger als 5 % auftritt. Spröde Materialien werden in der Regel nach Zugfestigkeit und Druckfestigkeit klassifiziert und können sich unter Druck stärker verhalten.

Lokale Spannungssteigungen /-konzentrationen spielen beim Versagen der meisten spröden Materialien eine sehr wichtige Rolle. Genaue Werte für lokale, hohe Spannungen werden benötigt. Sie müssen möglicherweise zusätzliche Spannungskonzentrationsfaktoren anwenden. Für vorhandene Risse, Oberflächenfehler, Ecken und Nute mit Belastungssingularitäten sind u. U. strengere Auswertungen der Bruchmechanik erforderlich. Überprüfen Sie in diesem Fall die maximale (1.) und minimale (3.) Hauptspannung sowie die Sicherheitsfaktor-Plots auf Basis der Zugfestigkeiten. Wenn Ihr Modell verschiedene spröde Materialien beinhaltet, ist der Plot für den Sicherheitsfaktor aussagekräftiger, da er die Zugfestigkeit der einzelnen Materialien berücksichtigt.